Argentinien, das Land des Tangos und grosser Rinderweiden, ist das zweitgrösste Land auf dem südamerikanischen Kontinent. Durch seine Länge von knapp 3500 km und der geografischen Lage wird einem fast alles geboten, was die Erde an natürlicher Schönheit bereit hält: Von tropischen Gebieten im Norden, über die Steppen in der Mitte des Landes, bis hin zum fast arktischen Feuerland ganz im Süden. Daher ist auch die Fauna und Flora Argentiniens sehr unterschiedlich und kann nicht einheitlich charakterisiert werden.
Jede Klimazone birgt neue und spannende Gebiete. Das Land ist ganzjährig bereisbar. Trotzdem ist Argentinien noch nicht stark auf den Tourismus ausgerichtet. Daher ist man, trotz unglaublicher Natur, weitgehend auf sich allein gestellt. Surftechnisch ist vor allem der Norden des Landes interessant. Je weiter man in den Süden kommt, umso ungemütlicher werden die Bedingungen.
Argentinien liegt grösstenteils im Schatten der Anden. Dies hat zur Folge, dass die Westwinde immer mehr an Feuchtigkeit verlieren, je weiter ostwärts man kommt. Auch die Temperaturen steigen an und das Klima wird trockener. In der Pampa-Region, in der auch Buenos Aires liegt, und in Mesopotamien ist das Klima gemässigt bis subtropisch und das ganze Jahr über feucht. Die Sommer sind schwülwarm (durchschnittliche Höchsttemperaturen zwischen 28° C und 33° C) und die Winter kühl bis mild (15° C bis 22° C).
Das Wetter ist allgemein sehr wechselhaft, häufig sind auch intensive Regenfälle und starke Winde. Zentral- und Nordwestargentinien, also die pampinen Sierren und der Chaco, sind im Winterhalbjahr sehr trocken. Die Sommer sind heiss und relativ feucht, die Winter trocken und mild. Es regnet am meisten in den Monaten November und Dezember. Patagonien ist das ganze Jahr über trocken, mit etwas mehr Regen im Winter als im Sommer. Ausnahme sind die Südanden und das südliche Feuerland, die das ganze Jahr über deutlich feuchter sind. Die Temperaturen sind generell mild, schwanken aber dennoch sehr zwischen Norden und Süden.
Gesurft wird vor allem im Norden von Argentinien bis zur Grenze von Uruguay. Diese Region ist aufgrund des flach abfallenden Meeres, der weiten Sandstrände und der kurzen Steilküsten ideal zum Surfen geeignet. Je weiter man südlich reist, umso steiler werden die Küsten und ungemütlicher die Wassertemperaturen. Die Bedingungen sind nicht schlecht, dennoch nicht vergleichbar mit anderen südamerikanischen Ländern wie Chile, Peru oder Brasilien.
Man kann dennoch voll auf seine Kosten kommen. Die besten Bedingungen findet man am Morgen oder abends vor, wenn der Wind ablandig bläst. In den Sommermonaten ist vor allem in der Nähe der Grossstädte und an den bekannten Spots mit vielen Surfern im Wasser zu rechnen.
Ziel für alle Reisenden, die von einem anderen Kontinent kommen, ist der Aeropuerto Internacional Ministro Pistarini (EZE), welcher sich 37 km im Südwesten von Buenos Aires befindet. Von dort besteht die Möglichkeit mit Mietwagen, Bus oder Taxi seine Reise weiter zu gestalten. Neben dem internationalen Flughafen gibt es noch zahlreiche kleinere Flughäfen, die von vielen südamerikanischen Städten aus angeflogen werden können.
Für Reisende, die sich länger in Südamerika aufhalten, bieten sich Airpässe wie der Mercosur Airpass oder der All America Airpass an, der sogar Nordamerika einschliesst. Für die Weiterreise innerhalb Argentiniens sind vor allen Dingen Busse, Inlandsflüge oder ein Mietwagen geeignet, besonders dann, wenn es in entlegenere Gebiete gehen soll.
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