Südkorea ist im Vergleich zu China oder Japan in Europa als Touristendestination noch weitgehend unbekannt. Obwohl das Land touristisch hervorragend erschlossen ist, wird Südkorea nur selten von Asienreisenden besucht. Wer das Land auf einem Trip durch den Kontinent jedoch auslässt, dem entgeht viel: Eine äusserst interessante Kultur, viel exotische Vegetation und eine abwechslungsreiche Topographie. So kann man im Landesinneren beispielsweise eindrucksvolle Gebirge mit zum Teil hochalpinem Charakter und fruchtbare Täler besichtigen. Aber auch die Küsten weisen gänzliche unterschiedliche Charaktere auf. Die Ostküste Koreas ist enorm steil, die Westküste hingegen läuft sanft ins Meer aus und an der Südküste gilt es malerische Buchten zu entdecken.
Für kulturell interessierte Reisende hält Südkorea dank seiner über fünftausendjährigen Geschichte viel Sehenswertes bereit. Und wer es eher urban mag, dem bietet das Land einige moderne Grossstädte, in denen das Leben rund um die Uhr pulsiert. Für Surfer allerdings ist Südkorea nicht unbedingt erste Wahl, da die Wellensaison lediglich von Juni bis Oktober dauert und auch grosse Taifune nicht immer surfbare Wellen produzieren.
Das Klima Südkoreas ist demjenigen in Europa sehr ähnlich: Auch in Südkorea gibt es vier Jahreszeiten. Der Frühling beginnt wie auch hierzulande im März und bringt milde Temperaturen, viel Sonnenschein und schwache Winde mit sich. In den Sommermonaten wird das Wetter aufgrund von Südwinden aus den Philippinen serh heiss und schwül. Ende Juni beginnt in der Regel der Monsun das Wetter zu bestimmen, und während dieser Zeit geht auch ein Grossteil des jährlichen Regens nieder. Genaue Prognosen sind dann jedoch kaum mehr möglich. Während des Monsuns sind die äusseren Bedingungen allgemein sehr unangenehm: Die Temperaturen liegen meist über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit beträgt mehr als 95%.
Ganz im Gegensatz dazu steht der Herbst, er gilt allgemein als die schönste Jahreszeit in Korea und beginnt wie in Europa Mitte September. Die Tage sind zwar immer noch sehr sonnig, die Temperaturen sowie die Luftfeuchtigkeit sinken jedoch langsam ab. Der Winter beginnt im Dezember und ist meist sehr kalt und trocken. Zu Schneefällen kommt es aber nur selten.
Wer sich auf der Suche nach perfekten Wellen befindet, sollte nicht nach Südkorea reisen. Theoretisch kann man zwar an der Ost- und der Wesküste des Landes Wellenreiten, die Bedingungen lassen jedoch nur selten eine vernünftige Session zu. Nicht einmal wenn mächtige Typhone in den Gewässern vor Koreas Küsten toben ist eine Garantier für gute Wellen gegeben. Hinzu kommt, dass sich viele Spots weit weg von Städten befinden.
Die besten Bedingungen bieten sich auf Jungmun, der am südlichsten gelegenen Insel Koreas Dort machen jedoch immer mehr Locals einen entspannten Surf unmöglich. Die Wassertemperaturen laden besonders in den Sommermonaten von Juni bis September mit 18 bis 21°C zum Surfen ein. Während des Winters liegen sie deutlich tiefer, teilweise sogar unter 14°C fallen.
Beste Saison für Anfänger: März - Juni
Beste Saison für Fortgeschrittene: August – Februar
Linienmaschinen fliegen regelmässig von allen grossen Flughäfen nach Incheon. Dieser neue Flughafen löste als Drehscheibe für internationale Flüge den Gimpo Airport ab, welcher nun hauptsächlich für Inlandflüge eingesetzt wird. Das nationale Flugnetz ist relativ dicht und garantiert dank den vielen kleinen Flughäfen Verbindungen in alle Teile des Landes. Südkorea kann jedoch auch per Fähre erreicht werden.
In den sechs größten Städten werden heute gut ausgebaute U-Bahn und Bus Netze betrieben. Diese werden stetig ausgebaut und bilden ein wichtiges Element im öffentlichen Verkehr. Aber auch das Bahnnetz ist dank seiner Hochgeschwindigkeitszüge sehr effektiv und leistungsfähig. Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in Südkorea also eine variable Option.
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